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Workshop und Vortrag "Lernen - Gewusst wie?"

02.05.2019

Lernen – Gewusst wie?

Gebrauchsanweisung fürs Gehirn

Pädagoge und Entertainer Franz Probst stellte der Schulfamilie der Grund- und Mittelschule Kirchenthumbach sein Programm „Easy Learning“ vor!

 

Auf Einladung der Schulleitung und des Elternbeirates, der auch dankenswerterweise die Kosten übernahm, besuchte Herr Franz Probst die Grund- und Mittelschule Kirchenthumbach. Der Pädagoge selbst ehemaliger Gymnasiallehrer aus Teuern bei Kümmersbruck, auch bekannt als Entertainer und Zauberclown Fabellini, zeigte auf unterhaltsame Weise, dass Lernen Spaß machen kann.

Bereits am Vormittag stellte er den Schülern der Jahrgangsstufen 2, 3, 4 und 6 sein Projekt „Lernen – Gewusst wie? Gebrauchsanweisung fürs Gehirn“ vor. Dazu stand ihm jeweils eine Unterrichtsstunde zur Verfügung. Äußerst kurzweilig und sehr interessiert folgten alle Kinder seinem Workshop. Herr Probst stellte den Schülern höchst effektive und kreative Merktechniken vor, wie zum Beispiel die Bildwörter-, Geschichten- und Loci-Technik. Bei der Geschichtentechnik werden mit einer komischen Geschichte oder einem lustigen Reim auch trockene Fakten „merkwürdig“ und somit beide Gehirnhälften (= DSL-Leitung im Kopf) aktiviert. Bei der Loci-Methode werden die zu lernenden Begriffe mit markanten Punkten einer Wegstrecke oder eines Ortes (Schulweg, Klassenzimmer, eigener Körper etc.) gedanklich verbunden. Jede Verknüpfung ergibt ein ungewöhnliches Bild. Immer wieder wurden die Zuhörer zum Mitmachen animiert. Herr Probst verstand es geschickt, die Schülerinnen und Schüler ins Lerngeschehen einzubinden. So verging die Zeit wie im Flug.

Am Abend waren Eltern, das gesamte Lehrerkollegium und Kinder zu einer Informationsveranstaltung ins Katholische Pfarrheim eingeladen. Zur heiteren Lehr- und Lernstunde begrüßte Rektorin Andrea Wolfram etwa 130 Personen.

„Das Hirn ist der größte Computer des Universums, aber leider gibt es keine Gebrauchsanleitung“, sagte Franz Probst. Voraussetzungen für besseres Lernen erklärte er anhand eines Modells. „Es besteht ein Zusammenhang zwischen Bewegung, Ernährung, Gedächtnisleistung und Noten“, meinte Probst. Des Weiteren erklärte er, dass Kinder, die sich gut ernähren, bessere Noten erzielen. Ebenso wichtig ist viel Bewegung. Eine weitere Grundvoraussetzung ist ein geordneter Arbeitsplatz. Äußeres Chaos würde auch zu innerem Chaos im Gehirn führen, darum sollen Erziehungsberechtigte darauf achten, dass ihr Kind Ordnung am Schreibtisch hält. Wichtig sei es auch, stressfrei zu lernen, denn Adrenalin isoliere die Nervenenden im Gehirn, im schlimmsten Fall könne es zum „Blackout“ kommen. Er warnte vor unkontrolliertem Fernsehkonsum und übermäßiger Beschäftigung mit Spielkonsolen oder Internetspielen. Einfache Konzentrationsübungen, aber auch Jonglieren und Yoga verbessern die Gehirnleistung.

Nach einer kurzen Pause, in der der Elternbeirat Getränke und kleine Knabbereien anbot, ging es in den zweiten Teil des Vortrags. Hier stellte der Pädagoge effektive Lern- und Gedächtnistechniken vor, welche schon lange mit großem Erfolg bei Gedächtnisweltmeisterschaften zum Einsatz kommen. Dabei werden Informationen (Zahlen, Fakten, Vokabeln etc) mit Bildern kombiniert. Dies führt zu einer Vernetzung und Koordination beider Gehirnhälften. Der Vorteil: Die zu lernenden Infos werden schneller im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Dazu gehören die Geschichten- und Loci-Technik, Mind Mapping und die Anker-Technik. Mit seiner interaktiven „Info-tainment“ (Information und Entertainment) – Veranstaltung, schaffte es der Referent seine Zuhörer bis zur letzten Minute zu fesseln.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Workshop und Vortrag "Lernen - Gewusst wie?"

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